Nationales Naturmonument

In der Diskussion um den Nationalpark Donauauen kam ein alternativer Vorschlag: “Nationales Naturmonument”

Statt 10.000 Hektar Nationalpark entlang der Donau und Isar jetzt nur ein kleines Schutzgebiet in der Weltenburger Enge. Die Planung der Regierung ein Nationales Naturmonument in der Weltenburger Enge auszuweisen, freilich ohne zusätzliche Ausweisung von neuen Schutzgebieten – es werden im Kern bestehende Naturschutzgebiete

  • Weltenburger Enge mit 560 ha
  • Hirschberg und Altmühlleiten mit 375 ha

gleichzeitig als Nationales Naturmonument ausgewiesen.

Was ist ein “Nationales Naturmonument” (NNM)?

  • Es schützt das ungewöhnliche – das sich gegenüber anderen Naturerscheinungen als etwas Besonderes hervorhebt.
  • Es ist ein internationales Schutzgebiet – ähnlich geschützt wie ein Nationalpark, nur mit einer kleineren Fläche (in Europa meist kleiner als 1.000 ha)
  • Es muß groß genug sein, um die Unversehrtheit des Monumentes und seiner unmittelbaren Umgebung zu gewährleisten. Es sollten auch Pufferzonen und geeignete Besuchereinrichtungen geschaffen werden.
  • Das Gebietsmanagement erfolgt ähnlich einem Nationalpark mit 75 % Prozessschutz. Es schließt aber explizit auch Kulturstätten mit ein.
  • Die IUCN vergibt für die Nationale Naturmonumente die Kategorie III
    • Wildnisgebiet Kategorie I,
    • Nationalpark Kategorie II,
    • Nationales Naturmonument Kategorie III
    • Naturschutzgebiet Kategorie IV
    • Sonstiges Schutzgebiet V bzw. VI

Welche Nationale Naturmonumente gibt es bereits?

  • Deutschland: Ivenacker Eichen (75 ha großer Hutewald in Mecklenburg-Vorpommern) und Bruchhauser Steine (24 ha) im Sauerland.
  • Weltweit gibt es über 21.000 NNM. Die ersten waren Devils Tower und Grand Canyon in USA
  • Europa: über 15.000 (davon fast 8.000 in Russland, mehr als 3.000 in Ukraine und mehr als 1.100 in Estland)

Weitere Links

BfN-Link zum Thema Naturmonument

Vergleich der Schutzgebiete