Mehr Naturwälder für Bayern

 

Bayern hat viele Wälder, aber nur wenige Naturwälder.
Viele bayerische Wälder sind Plantagen von dünnen Nadelbäumen für die intensive Forstwirtschaft.

Naturwälder sind dagegen Wälder mit:

  • Bäumen, die alt werden dürfen
  • Heimischen Laubbäumen
  • Totholz als Lebensraum für viele andere Lebewesen
  • Wertvollem Humusboden

Naturwälder dienen dem Gemeinwohl und haben viele Vorteile, zum Beispiel:

  • Erholung und Lebensqualität für uns Menschen
  • Klimaschutz
  • Erhalt der Artenvielfalt
  • Robustheit gegenüber Schädlingen und Stürmen

Realität: Nur 1,26% der Waldfläche in Bayern dürfen sich dauerhaft natürlich entwickeln.
Der Großteil der bayerischen Wälder dient vorwiegend wirtschaftlichen Interessen. Ein Gesamtkonzept für holznutzungsfreie Waldgebiete ist bisher am Widerstand von Großprivatwaldbesitzern und Spitzen der staatlichen Forstverwaltungen gescheitert. Andere Bundesländer sind Bayern hier weit voraus.

 

Ziel: 10% der öffentlichen Waldfläche in Bayern schützen
und sich selbst überlassen für eine natürliche Waldentwicklung. Das entspricht ungefähr 5% der Gesamtwaldfläche. Die Nationale Biodiversitätsstrategie, die 2007 unter Mitwirkung des damaligen Bundeslandwirtschaftsministers Horst Seehofer beschlossen wurde, schreibt vor, genau dieses Ziel bis 2020 zu erreichen. Es sind also nur noch 2 Jahre Zeit. Bis dahin müssen weitere 80000 Hektar Wald unter Schutz gestellt werden. Das wäre ein relativ kleiner Anteil der gesamten bayerischen Waldfläche, aber ein großer Beitrag zum Naturschutz.

Naturwaldkonzept von BUND Naturschutz in Bayern und Greenpeace
In einer Studie unter Einbezug lokaler Expertise wurden geeignete Flächen für Großschutzgebiete identifiziert. Außerdem wurde ein Konzept zur Vernetzung kleinerer Naturwaldbausteine entwickelt.

Mehr dazu in der Studie “Mehr Naturwälder für Bayern” von Greenpeace und BUND Naturschutz