Was macht den Spessart so einzigartig?

Der Norden des bayerischen Spessarts zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und weit über 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten Wäldern Mitteleuropas. In den alten Laubwäldern des Spessarts fühlen sich auch seltene Tier- und Pflanzenarten wohl, die in den jungen Wäldern mit geringer Totholzdichte nicht überleben. Auch Wissenschaftler identifizieren den Spessarts als einen besonderen Hotspot der Artenvielfalt. Über 320 verschiedene Käferarten wurden hier nachgewiesen, darunter vom Aussterben bedrohte Arten wie der Eremit.

Ausgedehnte Laubwälder mit uralten Bäumen und einer Artenvielfalt, wie sie nur selten in Deutschland zu finden ist: Das ist der Spessart. Der Wald im Spessart hat eine herausragende Bedeutung für Klimaschutz und Artenvielfalt. Er steht beispielhaft für die letzten alten Laubwälder Deutschlands, die es zu schützen gilt.

Hier sieht man die urwüchsige Schönheit, die Wälder auszeichnet, die natürlich alt geworden sind. Während die meisten deutschen Wälder durch drastische Eingriffe des Menschen wenig mit ursprünglichen, natürlich gewachsenen Wäldern zu tun haben, ist im Spessart noch der größte Teil der Wälder in einem naturnahen Zustand.

 

Leben im Spessart

Im Heisterblock mit dem Naturwaldreservat Eichhall, Naturschutzgebiet Metzger und Rohrberg wurden alleine 13 Urwaldrelektarten nachgewiesen

Urwaldreliktarten

Wussten Sie, dass rund 320 verschieden Käferarten, – davon sogar 13 extrem seltene Urwaldkäfer – ihr Zuhause im Spessart haben? Mit einem Nationalpark kann die Heimat dieser Reliktarten bewahrt werden.

Vögel

Der Name Spessart ist nicht umsonst aus dem Wort „Spechtshaard“ entstanden. Zahlreiche Spechtarten haben im Spessart ihr Zuhause gefunden. Sie sind einige von vielen Vögeln, denen die Spessartwälder ideale Lebensbedingungen bieten. Seit einigen Jahren brütet auch der Schwarzstorch hier.

Wildkatze

Wildkatze

Buntspecht

Buntspecht

Luchs

Luchs

Wanderfalke

Wanderfalke

Habicht

Habicht

Schwarzspecht

Schwarzspecht

Eremit

Eremit

Hirschkäfer

Hirschkäfer

Kopfhornschröter

Kopfhornschröter

Großes Mausohr

Bechsteinfledermaus

Schwarzstorch

Schwarzstorch

Igel-Stachelbart

Igel-Stachelbart

Mehr zur Artenvielfalt im Spessart »

Wie kann man den Wald schützen?

Im Spessart gibt es die meisten alten Laubwälder in Deutschland. Auf 10% des bayerischen Spessarts im Staatswald sind einzelne Naturschutzgebiete mit insgesamt etwa 9.000 ha vorgesehen. Unwiederbringliche Bestände werden für folgende Generationen erhalten. Der Schutz dieser Wälder wäre für den Erhalt der Artenvielfalt sowie künftige Generationen von großer Bedeutung. Die Umweltverbände werben für ein 3 Säulen-Konzept, die aus einem großen Kerngebiet um den Heisterblock, mehreren mittelgroßen Spenderflächen und etlichen kleinen Naturwaldflächen bzw. Trittsteinen besteht. Diese über den gesamten Spessart verteilten Gebiete sollen im Biotopverbund dauerhaft als Naturschutzgebiete geschützt werden. In diesen Wäldern soll kein Holz genutzt werden, damit sich langfristig “Urwälder von morgen” entwickeln können, in denen Bäume alt und dick werden und bedrohte Waldarten dauerhaft überleben können.

Informationen zum Naturschutzgroßprojekt

Unterstützen und weitere Infos

Die Bürgerbewegung “Freunde des Spessarts” unterstützt vor Ort aktiv die Absicht große Naturschutzgebiete im Spessart unter Berücksichtigung des Willens der örtlichen Bevölkerung zu errichten.

Unterstützen Sie die Freunde des Spessarts, besuchen Sie die Website und folgen Sie der Bewegung auf Facebook.

Weitere Links:

Greenpeace München
Der bayrische Spessart: Unsere Urwälder von morgen (PDF)
Spessart Chronik 

Merken